Willkommen auf der Homepage der Bürgerinitiative Lebenswerter Haistergau

Die Bürgerinitiative Lebenswerter Haistergau wurde am 3.9.1992 unter dem Namen "Bürgerinitiative Haistergau gegen lebensraumzerstörenden Kiesabbau" von damals 300 Mitgliedern gegründet, um gemeinsam 150 ha Kiesabbau in unserem Riedtal zu verhindern. Nach 10 Monaten höchst intensiver Arbeit, unzähligen Telefonaten, zahlreichen Arbeitsgruppen, Treffen mit Politikern, Radiointerviews, Bürgerversammlungen, usw... war im Juli 1993 die raumordnerische Beurteilung des Regierungspräsidiums Tübingen mit dem für uns befriedigenden Ergebnis erstellt: Vorläufig kein Kiesabbau im Haistergau!!!
Die raumordnerische Beurteilung - im 5jährigen Rhythmus vom Regierungspräsidium Tübingen erneut geprüft - ist unverändert bis Juli 2008 verlängert worden. Anschließend wurde im Teilregionalplan Rohstoffsicherung des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben festgeschrieben, dass im Haistergau ein regional bedeutsamer Kiesabbau über 5ha nicht möglich ist. Sollte ein Antrag unter 5ha gestellt werden, müssen vom Landratsamt Ravensburg die Stellungnahmen sämtlicher betroffener Ämter und der Stadt Bad Waldsee eingeholt werden. Der Lebensraum zerstörende Kiesabbau findet nicht statt! Die BI, die heute immer noch rund 170 Mitglieder aufweist, ist bestrebt, ein lebenswertes Umfeld im Haistergau zu sichern und zu fördern - gerade auch für die kommenden Generationen.
Deshalb werden folgende Ziele verfolgt:
  • Ökologische Aufwertung des Haistergaus wie z.Bsp. Pflanzaktionen am Haisterbach, in der Kiesgrube Hittelkofen, am Umspannwerk Haisterkirch, ...
  • Anregung eines Gewässerentwicklungsplans für den Haisterbach
  • Seit 1994 aktive Mitarbeit im Ortschaftsrat
  • Förderung von Erneuerbaren Energien
  • Beratung und Unterstützung anderer Bürgerinitiativen
  • Herausgabe des Wanderführers durch Natur und Landschaft im Haistergau zur 1200-Jahr-Feier-Haisterkirch anno 2005
  • Durchführung von Informationsabenden und Bürgerversammlungen mit sachlichen Vorträgen zu spannenden Themen.

Mittlerweile haben uns noch andere Themen sehr beschäftigt, zum Beispiel:

2005/2006 ein geplantes Großsägewerk im Haistergau (nicht gebaut worden),
von 2009 bis 2014 ein geplanter oberschwäbischer Gewerbe- und Industrie"park" (OGI) zwischen NSG Rohrsee und NSG Wurzacher Ried, die zusammen als ein Natura2000-Gebiet gelten, (auch verhindert zusammen mit der BI Wurzacher Becken und dem BUND Ravensburg).

Momentan aktuell ist der Wunsch der überwiegenden Anzahl der Haisterkircher und Haidgauer, die Hauptverkehrsachse für Fern- und Schwerverkehr durch Haisterkirch und Haidgau über den Haisterkircher Rücken zu verhindern. Woanders schreit man nach Umfahrungen und hier würde man den Verkehr durch zwei blühende Ortschaften legen, obwohl es Alternativen gibt, das darf nicht sein!
Außerdem aktuell: Thema fracking, obwohl die Firma Parkyn Energy Germany Ende Oktober 2014 die Aufsuchungseraubnisse für die Felder Biberach und Konstanz zurückgegeben hat, und damit eng verknüpft TTIP, CETA und TISA. Die Themen für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen gemäß Grundgesetz Artikel 20a gehen uns so schnell nicht aus.